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Zinn Ankauf

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Was sind Zinnstempel?

Zinnstempel werden auch als Zinnmarken bezeichnet. Sie stellen einen Feingehaltsstempel dar, der vom Hersteller auf die Gegenstände, die aus reinem oder fast reinem Zinn bestehen, eingeschlagen wird. Der Zinnstempel dient somit als Zertifikat für die Reinheit der Zinnlegierung, die zur Herstellung verwendet wurde.

Der Zinnstempel dient heute Sammlern von Zinnobjekten zur Bestimmung des Alters und der Herkunft selbiger. Die Funktion der Zinnstempel gleicht in etwa der von Silber- und Porzellanmarken.

Die Geschichte der Zinnstempel

Grundsätzlich bestanden Zinnobjekte nicht aus reinem Zinn, sondern aus Legierungen aus Zinn und oftmals Blei. Blei war deutlich billiger als Zinn. Es bot allerdings den Nachteil, dass die optische und mechanische Qualität des Zinns nachließ. Da es zudem toxische Eigenschaften aufweist, ist die Lebensmitteltauglichkeit der aus Zinn-Blei-Legierungen hergestellten Objekte nicht mehr gegeben.

Aus diesem Grund haben schon die ältesten Zünfte der Zinngießer Reinheitsgebote aufgestellt. Diese frühen Zünfte entstanden in Zürich bereits 1371 und in Hamburg 1375. Regelungen für das gesamte deutsche Reich gab es nicht, sie waren meist auf bestimmte Regionen oder Städte begrenzt und wurden von den vor Ort agierenden Zünften festgelegt. Beispielhaft seien hier folgende Reinheitsgebote genannt:

  • 10 Teile Zinn / 1 Teil Blei = Nürnberger Probe (gilt als berühmtestes Reinheitsgebot)

  • 12 Teile Zinn / 1 Teil Blei – in Riga, Stettin, Breslau

  • 9 Teile Zinn / 1 Teil Blei – in Freiburg ab 1511

  • 8 Teile Zinn / 1 Teil Blei – in Lübeck ab 1633

  • 6 Teile Zinn / 1 Teil Blei – in Köln


  • An dieser kleinen Auswahl wird bereits deutlich, dass die Zünfte immer geringere Mengen Zinn ins Verhältnis zum Blei setzten, weil es eben ein günstigeres Material war. Die Schlagstempel, die die Zinnobjekte markierten, sollten aufzeigen, dass dieses Objekt den Vorschriften entsprechend mit der Zinn-Blei-Legierung hergestellt wurde. Zunächst unterschied man in Meister- und Stadtstempel. Später begannen jedoch die meisten Zinngießer ihre eigenen Stadtstempel zu verwenden und versahen diese gleich mit den eigenen Initialen.

    In einigen Zinnobjekten sind die Zinnstempel nicht eingeschlagen, sondern eingegossen. Beispielhaft sei hier das Reliefzinn aus dem 16. Jahrhundert genannt.

    Wo finden sich die Zinnstempel?

    Die Zinnstempel befinden sich bei Zinntellern unter dem Boden oder auf dem Rand. Bei Gefäßen mit Henkel und/oder Deckel sind die Zinnstempel an diesem Henkel oder dem Deckel zu sehen. Je nach Objekt können die Zinnstempel sehr deutlich sichtbar angebracht werden oder aber extrem unauffällig.

    Zum Teil finden sich im Zinnstempel sogar Jahreszahlen. Diese können allerdings keinen wirklichen Rückschluss auf die Entstehungszeit des Objekts bieten. Meist beziehen sie sich nämlich auf das Jahr, in dem der Zinngießer zum Meister wurde oder in dem ein neues Reinheitsgebot verabschiedet wurde.

    Wie sehen die Legierungsbezeichnungen für Zinn aus?

    Zinn kommt in verschiedenen Legierungen daher. Dabei sind viele dieser Legierungen aber nur örtlich oder zeitlich beschränkt genutzt worden. Zwar will die Aufstellung eine Übersicht bieten, kann aber kein Garant für die korrekte Verwendung sein.

  • Blockzinn – wurde ohne Altzinn- oder Blei gefertigt

  • Klarzinn, auch CL oder LZ – war ein sehr reines Zinn, das nicht weiter legiert und meist aus England importiert wurde

  • Kronzinn – bestand aus 15 Teilen Zinn und einem Teil Blei

  • Feinzinn, auch Feingut, Reichsprobe, Nürnberger Probe oder Englisch Zinn – auf neun oder zehn Teile Zinn kam ein Teil Blei

  • Englisch Zinn – kann ebenso aus 100 Teilen Zinn und einem Teil Kupfer bestehen

  • Vollgut – auf fünf Teile Zinn kam ein Teil Blei

  • Halbgut – auf fünf Teile Zinn kam ein Teil Blei (gültig in Nürnberg) oder auf 2,5 Teile Zinn kam ein Teil Blei (gültig im norddeutschen Raum)

  • Mankgut – auf drei oder weniger Teile Zinn kam ein Teil Blei


  • Wie schon in der Aufstellung deutlich wird, sind die unterschiedlichen Bezeichnungen zum Teil recht irreführend.

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    Zinn Wissen

    • Symbol: Sn
      Schmelzpunkt: 231,9 °C
      Elektronenkonfiguration:
      Kr 4d10 5s2 5p2
      CAS-Nummer: 7440-31-5
      Ordnungszahl: 50
      Entdeckungsdatum: 3500 v. Chr.
      Atommasse: 118,71 u

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