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Zinn Ankauf

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Was sind Zinnpunzen?

Zinnpunzen sind eine Art von Stempel, der in Metallwaren eingeschlagen wird, um so die Legierung der Metalle darzustellen. Diese Prägungen können aber auch in Leder auftreten. Die Zinnpunzen treten natürlich bei Zinn auf, hinzu kommen Punzen für Edelmetalle, wie Gold oder Silber. Im griechischen Altertum und im Mittelalter wurden sogar Münzen punziert.

Drei wichtige Zinnpunzen

Für Zinn gibt es drei entscheidende Punzen: Die Hersteller- oder Meisterpunze, die Stadtpunze und die Qualitätspunze. Diese Punzen wurden zunächst von den Prüfern eingeschlagen, nachdem sie die Zinngegenstände auf den Reinheitsgrad geprüft hatten. Später mussten die Zinngießer die Punzen selbst einschlagen, weil die Legierungen von den Zünften regionsbezogen festgelegt wurden. So konnte jederzeit nachvollzogen werden, welche Zinnqualität verwendet wurde. Generell hatten die Zinngießer die Pflicht, Zinnpunzen einzuschlagen. Ausnahmen gab es lediglich bei besonders angesehenen Meistern ihres Fachs oder wenn die Kunden explizit auf die Punzierung verzichteten.

Die Meisterpunzen für Zinn gehören zu den ältesten Punzen und entstanden im deutschsprachigen Raum bereits 1375 in Hamburg. Sie konnten verschiedene bildliche Motive, wie Tiere oder Pflanzen, Kannen oder Schwerter darstellen und trugen meist noch zusätzlich die Initialen des Zinngießer-Meisters. Häufig erinnerte die Gestaltung der Meisterpunzen an ein Wappen.

Als jedoch die Bevölkerungsdichte und damit auch die Zahl der Zinngießer anstiegen, reichten die Meistermarken alleine nicht mehr aus, um die Zinnobjekte zuzuordnen. Deshalb wurde nach einem regionalen Bezug der Zinnpunzen gesucht. So entstanden die Stadtpunzen. Sie sind noch heute wichtig, um die Herkunft von Zinngegenständen zu ermitteln. Die Stadtpunzen für Zinn entsprachen in der Regel dem jeweiligen Stadtwappen.

Später wurden Stadt- und Meisterpunzen zusammengeführt, so dass die Initialen des Meisters auf der Stadtpunze mit zu sehen waren. Diese Zinngegenstände stammten vorwiegend aus Augsburg und Nürnberg. Auch entstand ein Dreimarkensystem, bei dem die Stadtpunze rechts und links neben der Meisterpunze angeordnet wurde. Findet sich in der Meisterpunze ein Querstrich, der eingefeilt wurde, deutet dies darauf hin, dass der Meister verstorben ist, seine Witwe den Betrieb aber weiter führte.

Die dritte wichtige Zinnpunze ist die Qualitätspunze, die sich ab dem 17. Jahrhundert entwickelte. Die Qualitätspunze trat als Engel, Rose oder als Zehn mit einer Krone darüber auf. Dabei setzten sich die Qualitätspunzen in Form des Engels immer weiter durch und vertrieben im Laufe der Zeit die Rosenpunzen immer weiter. Zum Teil wurden auch Buchstabenpunzen verwendet, wie etwa CL in Thüringen und Sachsen. Sie sollten aufzeigen, dass es sich um reines Zinn handelte, dem kein Blei beigefügt wurde.

Weitere Zinnpunzen

In den folgenden Jahrhunderten entstand noch eine Reihe weiterer Zinnpunzen. Der Betrieb Kayser-Zinn aus Krefeld stellte beispielsweise um 1900 zahlreiche Zinngegenstände im Jugendstil her und versah sie mit einer eigenen Zinnpunze. Diese zeigte vor allem Tier- und Pflanzenmotive.

Im 16. und 17. Jahrhundert kamen die Formstecher-Punzen für Zinn auf. Sie wurden vorwiegend beim damaligen Relief-Zinn verwendet. Diese Punzen zeigen, wer die Gießform für das Zinn hergestellt hatte, also der Formstecher war. So kam es etwa, dass Caspar Enderlein, seines Zeichens ein bekannter Formstecher, sein Portrait und seinen Namen in Medaillon-Form in die Gießform einarbeitete. So finden sich noch heute auf zahlreichen Zinngegenständen aus dieser Zeit Enderleins Konterfei und sein Name, obwohl er nie selbst Zinn gegossen hatte.

Zinn Wissen

  • Symbol: Sn
    Schmelzpunkt: 231,9 °C
    Elektronenkonfiguration:
    Kr 4d10 5s2 5p2
    CAS-Nummer: 7440-31-5
    Ordnungszahl: 50
    Entdeckungsdatum: 3500 v. Chr.
    Atommasse: 118,71 u

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