Zinn verkaufen

  • Wer sein Zinn verkaufen will, stellt sich natürlich die Frage, wie das am besten geht. Dabei muss man nur wenige Schritte befolgen ...
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Zinn Ankauf

  • Nach dem Eingang des Zinns wird dieses der Materialprüfung unterzogen, um den Zinngehalt herauszufinden. Dieser ist die Grundlage zur Berechnung des Zinn Ankaufspreises ...
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Was sind Zinnmarken?

Zinnmarken stellen Signaturen dar. Sie wurden von Prüfern, die die Aufsicht über die Zinngießer hatten, in die einzelnen Objekte eingeschlagen, um sie zuordnen zu können. So spielte sich das Ganze zumindest im 14. und 15. Jahrhundert ab. Im Laufe der folgenden Jahre begannen die Zinngießer allerdings damit, die Marken selbst einzuschlagen. Die Kontrolle der Übereinstimmung der Markierung mit den vorgeschriebenen Reinheitsrichtlinien wurde von den Zünften durchgeführt.

Um die Gießfähigkeit von Zinn zu verbessern, wurde es später mit Blei versetzt. Allerdings legten die Zünfte konkrete Maßstäbe an, welcher Teil Zinn auf welchen Teil Blei kommen durfte. Durch diese Vorgaben zur Reinheit mussten die Zinngießer die eigenen hergestellten Waren dann auch selbst mit Zinnmarken versehen. Ausnahmen galten nur für sehr wenige, besonders angesehene Zinngießer oder wenn der Kunde explizit auf die Markierung verzichtete. Es gibt dabei drei wichtige Zinnmarken:

  • Meistermarken

  • Stadtmarken

  • Qualitätsmarken


  • Die Meistermarken für Zinn

    Die Meistermarken zeigen die Initialen des Meisters auf, der die Zinngegenstände hergestellt hat. Die ältesten Zinnmarken dieser Art in Deutschland stammen aus dem Jahr 1375 und entstanden in Hamburg. Häufig waren die Meistermarken zusätzlich mit bildlichen Motiven versehen, wie etwa Pflanzen, Kannen, Schwertern oder Tieren. Oftmals war zusätzlich eine Jahreszahl enthalten und die Marken ähnelten vom Aussehen her häufig einem Wappen.

    Die Stadtmarken für Zinn

    Mit wachsender Bevölkerungszahl wuchs auch die Zahl der Zinngießer. Damit kamen die Stadtmarken für eine bessere Zuordenbarkeit auf. Sie stellten meist das Stadtwappen dar. Oftmals wurden Stadt- und Meistermarke zu einer einzigen Marke zusammengefasst. Dies war beispielsweise in Nürnberg und Augsburg der Fall.

    Verwendet wurde ebenfalls ein Dreimarkensystem, bei dem die Stadtmarke rechts und links neben der Meistermarke eingeschlagen wurde. Sofern der Zinngießer-Meister verstorben war und der Betrieb von dessen Witwe weiter geführt wurde, wurde die Meistermarke mit einem eingefeilten Querstrich ergänzt.

    Die Qualitätsmarke für Zinn

    Die Qualitätsmarke für Zinn entstand etwa ab Beginn des 17. Jahrhunderts. Es handelte sich oft um eine

  • Rose,

  • Zehn mit einer Krone oder einen

  • Engel.


  • Im norddeutschen Raum nutzte man ab etwa 1685 die Rose als Qualitätsmarke. Zudem kamen Qualitätsmarken als Buchstaben daher. Die Buchstaben CL wurden in Thüringen und Sachsen für bleifreies Zinn verwendet. Die beiden Buchstaben stehen für „clar und lauter“. Eine römische Zehn wurde ebenfalls verwendet und stand für das Probezinn. Dieses sagte aus, dass auf zehn Teile Zinn ein Teil Blei kam.

    Etwa ab dem 18. Jahrhundert wurden immer häufiger die Engel als Qualitätsmarke genutzt und vertrieben so die Rose nach und nach vom Markt. Diese Engelmarken waren meist noch mit Aufschriften ergänzt worden, darunter etwa Englisch Zinn, Etain sonnant oder Blockzinn. Etwa seit dem 19. Jahrhundert kam noch der volle Name des Zinngießers hinzu. In einigen Fällen blieben die Engelmarken sogar gänzlich anonym, so dass weder der Name, noch die Initialen des Zinngießers darauf vermerkt waren. Andere Zinnmarken waren folgende:

  • Kayser-Zinn vom gleichnamigen Krefelder Betrieb, der um 1900 zahlreiche Zinnobjekte im Jugendstil fertigte und mit Tier- und Pflanzenmotiven verzierte.

  • Formstecher-Marken, die auf dem Relief-Zinn des 16. und 17. Jahrhunderts zu sehen sind.

  • Besitzer-Marken, die in Wappenform gestaltet waren und von den Besitzern selbst eingeschlagen wurden.
  • Zinn Wissen

    • Symbol: Sn
      Schmelzpunkt: 231,9 °C
      Elektronenkonfiguration:
      Kr 4d10 5s2 5p2
      CAS-Nummer: 7440-31-5
      Ordnungszahl: 50
      Entdeckungsdatum: 3500 v. Chr.
      Atommasse: 118,71 u

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